Urbane Seilbahn

Maria Rau
Samuel Frank
Professur
Tragwerksplanung
Projektarbeit

Zunehmende Mobilitätsengpässe und die Suche nach zu- kunftsorientierten Verkehrskonzepten rücken Seilbahnen im urbanen Raum in ein neues Licht. Im Münchner Norden soll als Ergänzung des ÖPNV eine Stadtseilbahn eine Quer- verbindung am Frankfurter Ring schaffen.

Filigrane Skulpturalität und dynamische Formen prägen das Erscheinungsbild der Seilbahnstation am „Frankfurter Ring“.
Eine Grünstreifenerweiterung ermöglicht eine mittige Platzie- rung der Seilbahnstation über der Kreuzung und eine benut- zerfreundliche Erreichbarkeit des Bahnsteigs. Ein Mittelbahn- steig bietet einen zentralen Ein- und Ausstiegsbereich. Über Aufzüge und Treppen wird die Station auch von der unterir- disch gelegenen U-Bahnhaltestelle erschlossen. Zwei Aufzugs- kerne aus Stahlbeton dienen als statisches Grundgerüst für die Seilbahntechnik und die ankommenden Gondeln. Seitliche Verkleidungselemente aus abgeknickten Stahlhohlkästen mit dazwischen gespannten ETFE-Membranen werden ebenfalls an diese montiert.
Drei zueinander geneigte, bis zu 80m lange, Stahlbögen tra- gen das organisch geformte Dach, welches frei über dem Bahnsteig schwebt. Durch verdrehen und auskragen der Dach- konstruktion wird der Schwung der ankommenden Gondeln aufgenommen und so die einfahrenden Gondeln eingefangen und in die Station geleitet. Vertikale Stahlhohlkästen im Dach mit dazwischen gespannten ETFE-Luftkissen ermöglichen ambivalente Lichtverhältnisse, sowie eine eindrucksvolle Be- leuchtung der Station bei Nacht.
Unser Entwurf soll nicht nur ein konkreter Vorschlag für die Station am„Frankfurter Ring“ sein, sondern auch die Chancen der Seilbahn im urbanen Raum verdeutlichen und somit Ins- piration und Wegweiser für zukünftige Projekte sein.

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Upside Down
Visualisierung
Upside Down
Grundriss