reCycle

Emma Wilisch
Professur
Entwerfen und Konstruieren
Projektarbeit

Ein Entwurf für eine neue Identifizierung mit einem alten Ort.
Verwendung von vorhandenen Materialfragmenten als Träger kollektiver Erinnerungen und der Verdeutlichung ihrer Recyclingpotentiale, sowie der kulturellen Revitalisierung des Bestandes.

Die charakteristischen Bestandsgebäude der alten Zementfabrik in Brunnen (Schweiz) sind das Herzstück und Identität des Quartiers. Daher bestimmen sie die Orientierung, Setzung, Körnung und Kubaturen der Neubauten. Um jedes dieser markanten Fabrikgebäude spannt sich ein öffentlicher Platz auf, um ihrer besonderen Ausstrahlung Raum zu bieten und den Kulturangeboten, die sich zukünftig darin befinden werden, zu ermöglichen diese zu bespielen. Unser Gebäude befindet sich zwischen den zwei Hauptplätzen des Areals. Es nimmt mit seiner Materialität und Kubatur Bezug zu den umliegenden Bestandsgebäuden und bildet somit ein Bindeglied zwischen Alt und Neu. Es beinhaltet ein breites Spektrum an Nutzungen um auch darin die Möglichkeiten und Qualitäten dazulegen die flexible Wohn- und Arbeitskonzepte bieten. Die Konstruktion des Gebäudes bestimmen vier Hauptmerkmale – das Stahlbetonskelett aus 50% recycelter Gesteinskörnung, nichttragende Innenwände kombiniert mit wiederverwendeter Industrieverglasung, Bimsleichtbetonsteine zur Ausfachung sowie recycelte Zementsteine als Fassadenbild. Wir betrachten die Nachhaltigkeit bei unserem Entwurf auf mehreren Ebenen. Einerseits die ökologische Nachhaltigkeit, da wir hauptsächlich gefundene Materialen vor Ort wiederverwenden. Darüber hinaus sehen wir es auch aus einem geschichtlich bedeutenden Hintergrund, die Hürlimannsteine die in der Zementfabrik hergestellt wurden, dienen als Träger kollektiver Erinnerung und Identität und bilden das äußeres Erscheinungsbild unseres Entwurfsgebäudes.

Titelbild
Lageplan
Ansicht
Grundrisse
Innenraum
Fassade