Inhabitable Structure

Professur
Städtebau und Wohnungswesen
Projektarbeit

Die Aufgabe des Semesters bestand darin, eine Struktur zu entwickeln, die trotz ihrer spezifischen Anpassung an den Ort, unterschiedlichste Funktionen und Typologien beherbergen und somit langfristig bestehen kann. Dafür wurden im Laufe des Semesters grundlegende Aspekte, wie die Volumetrie des Gebäudes, die Wahl des Stützrasters, die Lage und Art der Erschließung und der Installationsschächte etc. in den Fokus gerückt.

Da der Spielplatz mit seinem Grünbestand inmitten der Stadt auf der Bismarckwiese in Schwabing bereits eine sehr hohe Aufenthaltsqualität besitzt, sieht der Entwurf die neu zu bauende Struktur am südlichen Rand des Grundstücks vor. Wo davor abweisende Brandwände und mehrere Zäune den Spielplatz abschlossen, schafft das längliche Volumen eine nun geordnete, vierte Fassade einerseits für den Spielplatz, andererseits für den benachbarten südlichen Hinterhof und ebenso für den westlichen Gartenabschnitt der ehemaligen Fotografieschule.
Um trotzdem eine gewisse Durchlässigkeit zwischen Spielplatz und südlichen Nachbarn zu generieren, ist das Erdgeschoss offen und ersetzt durch den 1m hohen Sockel dennoch den Zaun des Spielplatzes. Mit zwei Treppenhauskernen werden von hier die vier darüberliegenden Stockwerke und die Dachterrasse erschlossen. Durch die Vorgaben von runden (südl.) und eckigen (nördl.) Stützenquerschnitten im Regelgrundriss, dem Stützraster und dem jeweils dazu verschobenenen bzw. nicht verschobenenen Fassadenraster, können Schwierigkeiten der Belichtung, Privatsphäre etc. in zukünftigen Grundrissvarianten leichter gelöst werden. Trotz diesen teils sehr spezifischen Vorbestimmungen in der grundlegenden Struktur kann eine hohe Flexibilität gewährleistet werden.

Außenraumperspektive
München, 2020 ©Dorothea Glasmann
Schwarzplan
München, 2020 ©Dorothea Glasmann
Grundriss Regelgeschoss
München, 2020 ©Dorothea Glasmann
Längsschnitt
München, 2020 ©Dorothea Glasmann
Querschnitt
München, 2020 ©Dorothea Glasmann
Innenraumperspektive
München, 2020 ©Dorothea Glasmann