Das Hub

Lars Kumpfert
Professur
Tragwerksplanung
Projektarbeit

Das Projekt trägt den Titel das “HUB”, weil es Menschen verbindet. Die Seilbahnstation liegt neben dem Frankfurter Ring. Zum einen kann die Station so niedriger sein, sich besser in den Kontext einfügen und direkt von Fußgängern, Fahrradfahrern und U-Bahn Fahrgästen betreten werden. Zum anderen wird dadurch Abstand zu den Wohnhäusern geschafft, um deren Privatsphäre zu respektieren. Die Trasse darf einen maximalen Knick von 4 Grad haben, da ansonsten zu starke Horizontalkräfte auf die Masten wirken. Aus der Kombination dieser beider Faktoren ergibt sich die Lage unserer Station.

GRUNDRISS
Der Grundriss zeigt, wie sich die Station auf dem Straßenniveau hin zu allen Seiten öffnet. Der Fußabdruck ist minimiert und ermöglicht eine intuitive Wegeführung. Die Station bietet ebenfalls Platz für Fahrradabstellplätze und MVG-Radstationen. Die Station hat eine Gesamtlänge von 77 Metern. Diese Länge ist erforderlich, um die notwenige Auskopplung der Kabinen
zu technisch zu gewährleisten.

LÄNGSSCHNITT
Im Längsschnitt sieht man wie der Hub-Gedanke funktioniert: Es gibt die Möglichkeit von der Verteilerebene der U-Bahn über die Aufzüge oder direkt als Fußgänger über die Rolltreppen auf den Bahnsteig zu kommen. Zusätzliche Brücken, Tunnel oder Übergänge brauchen wir deshalb nicht.

QUERSCHNITT
Da die Trasse einen maximalen Knick von 4 Grad haben darf, liegt die Station soweit südlich wie möglich. Daher ragt die Überdachung der Seilbahnstation über die Straße und bietet somit Schutz für die integrierte Bushaltestelle darunter.

BAHNSTEIG
Wir haben uns für einen Mittelbahnsteig entschieden, da die gesamte Station dadurch schmaler sein kann, was besonders für unsere Lage wichtig ist. Des Weiteren sind die Laufwege für die Passagiere somit kürzer. Der Bahnsteig wird von den vier Aufzugschächten getragen. Diese sind durch Zugseile horizontal
ausgesteift und mit Glas verkleidet.

SEILBAHNTECHIK
Der Tisch, auf dem sich die Seilbahntechnik befindet, besteht aus einem gerichteten Tragwerk aus Stahlträgern. Die Lasten werden möglichst gleichmäßig auf jede Stütze verteilt. Wenn die Kabinen in die Station einfahren werden sie vom Zugseil ausgekoppelt, fahren auf Schienen auf und werden bis zur Einstiegsgeschwindigkeit abgebremst. Die Schienen sind auf den Nebenträgern des gerichteten Tragwerks angebracht. Vor dem Ausfahren beschleunigen die Kabinen auf die Fahrgeschwindigkeit und werden wieder eingekoppelt.

ÜBERDACHUNG
Auf den Hauptstützen liegen sechs gebogene Primärträger, zwischen denen Druckstäbe angebracht sind. Über die Druckstäbe ist eine transluzente ETFE Membran gespannt.

ABSTURZSICHERUNG & TICKETKONTROLLE
Um das Herunterfallen der Passagiere zu vermeiden, ist der gesamte Bahnsteig bis auf die Durchgangsbereiche von einem Glasgeländer umgeben. Unterhalb der Kabinen sind im Einstiegsbereich zudem Auffangnetze gespannt. Fahrgäste scannen ihr gültiges Ticket an einer Flügelsperre um auf den Bahnsteig zu gelangen.

MATERIAL
Die Stützen der Seilbahnstation bestehen aus weiß lackierten Stahlhohlprofilen. Sowohl der Bahnsteig als auch der Tisch sind aus IPE Trägern konstruiert, während die Membran aus dem Kunststoff ETFE gefertigt ist. Die Betonfundamente dienen gleichzeitig als Sitzgelegenheit.

Das Hub
Außenperspektive auf die Station, Blickrichtung Nord-Ost
Gondelperspektive
Ausblick auf die Station aus der Gondelperspektive
Konstruktion
Konstruktionsaufbau und Material der Station
Längsschnitt
Länschnitt durch Station und U-Bahn
Querschnitt
Querschnitt durch Station mit integrierter Bushaltestelle
Lageplan
Lageplan der Station und der Seilbahntrasse