KAR/STADT – Überbauung des Karstadts am Nordbad

Die Wohnfläche pro Einwohner hat sich in Westeuropa seit den 70er Jahren von 24m2 auf derzeit etwa 47m2 fast verdoppelt. Gleichzeitig haben viele Menschen Probleme, „bezahlbare“ Wohnungen in den Ballungräumen zu finden. Vielseitig wird nach Möglichkeiten zur Abhilfe gesucht, nach neu zu errichtendem Wohnraum verlangt und nach Möglichkeiten zur Nachverdichtung bereits existierender (Stadt-) Strukturen gesucht. Das Stichwort Nachverdichtung ist zu Recht in aller Munde und muss sowohl als individuell reagierender genauso wie programmatisch agierender Faktor in die Stadtplanung miteinfließen.
Gleichzeitig vollzieht sich in den kommenden Jahren eine Verkehrswende, welche sich stark auf unsere gebaute Umwelt auswirken wird. Auch wenn noch in den Kinderschuhen, ist die Tendenz zur starken Reduktion des motorisierten Individualverkehrs innerhalb von Städten ein stadtformender Faktor, der schon heute in die Planungen für morgen integriert werden muss.
Welche Situationen in Städten werden sich verändern und wie können die Bewohner der Stadt und der Stadtraum davon profitieren?
Als Gedankenspiel fragen wir in diesem Sommersemester nach einer zukunftsorientierten Überbauung eines funktional wie konstruktiv in die Jahre gekommenen Stadtbausteins: dem Karstadt am Nordbad. Zukunftsorientiert in dem Sinn, dass die beiden oben beschriebenen Faktoren – Nachverdichtung und Verkehrswende – in dem Entwurf reflektiert, thematisiert und baulich umgesetzt werden sollen.
Das Geschäfts- und Parkhaus bildet dabei Rahmen und Fundament einer Überplanung und Überbauung. Ergebnis ist ein hybrides Gebäude, welches mit seiner Mischnutzung (Wohnen, Einzelhandel, Produktion, Arbeiten, evtl Parken) und seinem Ausdruck als Entwicklungsmotor für das Umfeld des Standorts funktioniert.
Der Bestand soll so weit möglich erhalten und sinnvoll ergänzt werden. Das Parkhaus kann dabei ganz oder teilweise einer neuen Funktion zugeführt und entsprechend überplant werden.
Das Master Projekt (KAR)STADT mit konstruktivem Schwerpunkt soll von der Konzeption bis ins Detail 1:20 entwickelt werden.

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